Heute sag ich's mal mit einem Bild, das ein alter Bekannter gerade auf Facebook gepostet hat -- Quelle folgt, sobald ich näheres weiß ;-)
Nachtrag: QUELLE ist BEEF 3/2015
Donnerstag, 28. Mai 2015
Mittwoch, 27. Mai 2015
Tag 136: Nudeldrucker
... selbst gemacht Nudeln sind was tolles! Wer hat nicht alles so eine Nudelmaschine daheim (oder daheim gehabt), mit der man Nudelteig in lange Streifen schneiden kann? Und wie lange musste man rumprobieren, bis man die richtige Teigkonsistenz und -dicke raushatte, bis man wusste, wie schnell man die Handkurbel drehen muss, damit nicht alles reißt oder es nur einen einzigen Klumpen gibt? Dann noch alles trocknen, damit es nachher auch toll aussieht, wenn man die Nudeln dann für mehr oder weniger auserwählte Gäste, die man beeindrucken will, kocht... dennoch eine tolle Sache!
Aber nun total "out" und passé... denn NUN gibt es den 3D-Nudeldrucker von Barilla. Da kann man am Rechner einfach seine ganz eigenen Nudeln gestalten, ob es jetzt Rosen sind oder Schnecken oder oder oder... und dann druckt das Ding das einfach. Einfach so. Vorgestellt wird der Nudeldrucker auf der Weltausstellung in Mailand die Tage. Anfänglich hat man wohl noch viel Geduld gebraucht: der Druck einer einzigen Nudel dauerte ca. 20 Minuten. Nun schafft man in dieser Zeit immerhin eine Portion.
Witzige Idee, aber ob sich das durchsetzen wird? ;-)
Tag 135: Bayrisches Essen
Da wächst man in Bayern auf, verbringt bis auf eine kleine Ausnahme in Ulm (ja auch irgendwie fast Bayern) quasi sein ganzes Leben in diesem wunderschönen Bundesland ... und dann lernt man mit 36 doch noch eine neue wohl typische bayrische Süßspeise kennen: die Bavesen!
Gesehen hab ich das in St. Englmar, einer kleinen Gemeinde im südlichen bayrischen Wald auf einem kleinen Markt an Pfingstmontag. Neugierig wurde das Ganze natürlich gleich mal probiert.. und was war es? In fett ausgebackener Teig (ähnlich wie bei den Ausgezognen) gefüllt mit Pflaumenkompott. Absolut lecker (auch wenn das Ganze sich sicher direkt auf der Hüfte ablagert.... ;-))
Tag 134: Ceres - Cervisia - Cerealien - Demeter
Bei der Führung auf Schloß Trausnitz bei Landshut hab ich - wie schon erwähnt - so einiges gelernt. U.a. war in einem der Wandgemäle typisch für die Renaissance die römische Göttin Ceres abgebildet. Diese ist zuständig für den Ackerbau, für pflanzliches Wachstum (aber auch für die Ehe). Nicht verwunderlich also, daß sich von ihrem Namen das heute sehr gebräuchliche Cerealien ableitet. Aber auch das Wort für Bier in romanischen Sprachen "Cervisia" (oder Abarten davon) stammt von ihr ab.
Im Griechischen wurde die gleiche Gottheit übrigens Demeter genannt.... auch das ist sicher jedem ein Begriff.
Tag 133: Seele und Schnecken
Was ganz Banales, aber dennoch irgendwie interessant: Wer schon einmal eine Schnecke näher betrachtet hat (also nicht das Tier, sondern Förderschnecken ;-); dem ist eventuell schon mal aufgefallen, daß es welche gibt, die so eine Art Metallstab in der Mitte haben und eben welche, die das nicht haben. Dieser Metallstab wird die "Seele" einer Schnecke genannt.
Um das ein wenig besser zu illustrieren, hier mal zwei Bilder:
![]() |
| Seelenlose Schnecke |
![]() |
| Schnecke mit Seele |
Dienstag, 26. Mai 2015
Tag 132: offen oder verdeckt?
Am Pfingstmontag waren wir bei einer Führung auf der Burg Trausnitz in Landshut, dem ehemaligen (und ersten) Stammsitz der Wittelsbachern. Dort habe ich viel Neues gelernt (wird mit Sicherheit hier nach und nach "verarbeitet"), u.a. woher der Spruch "unter der Haube (sein)" seine Herkunft hat.
So trug es sich zu, daß im Mittelalter unverheiratete Mädchen (also auch Bräute) ihre Haare noch offen trugen durften. Sobald sie verheiratet waren, hatten sie diese komplett unter einer Haube zu "verstecken". Daher also die Redensart "unter der Haube sein". Betrachtet man Porträts von adligen Damen (oder anderen Ehefrauen, nur gibt's da weniger Porträts) fällt dies auf: die älteren (verheirateten) Damen tragen meist die schillerndsten Hauben, die jungen Mädels (sofern unverheiratet) haben die Haare offen. Habe ich so noch nie bewusst darauf geachtet, wenn man's jedoch weiß, fällt's einem umso deutlicher auf.
So trug es sich zu, daß im Mittelalter unverheiratete Mädchen (also auch Bräute) ihre Haare noch offen trugen durften. Sobald sie verheiratet waren, hatten sie diese komplett unter einer Haube zu "verstecken". Daher also die Redensart "unter der Haube sein". Betrachtet man Porträts von adligen Damen (oder anderen Ehefrauen, nur gibt's da weniger Porträts) fällt dies auf: die älteren (verheirateten) Damen tragen meist die schillerndsten Hauben, die jungen Mädels (sofern unverheiratet) haben die Haare offen. Habe ich so noch nie bewusst darauf geachtet, wenn man's jedoch weiß, fällt's einem umso deutlicher auf.
Freitag, 22. Mai 2015
Tag 131: ... so war das also!
Astrid Lindgren wäre diesen November 100 Jahre alt geworden. Grund genug für die Süddeutsche Zeitung, Ihre 73jährige Tochter Karin Nyman zu interviewen. Das gab mir nicht nur die Gelegenheit, einem kurzweiligen Dialog zwischen dem Journalist und Lindgrens Tochter zu folgen, sondern hat mich auch lernen lassen, wie es zu Pippi Langstumpf kam.
Karin lag wohl mit einer Lungenentzündung im Bett und bat ihre Mutter, ihr von "Pippi Langstrumpf" zu erzählen. Den Namen hat sie sich einfach ausgedacht, wie wohl desöfteren. Und ihre Mutter, gesegnet mit einer begnadeten Phantasie erzählte ihr von Pippi und ihren Erlebnissen. Zu Papier gebracht hat sie die ganzen Geschichten erst einige Jahre später. So ähnlich entstanden wohl auch viele andere von Lindgrens Geschichten: entweder indem sie ihrer Tochter von fiktiven Charakteren erzählt hat oder indem sie sich an ihre eigenen Jugend und Kindheit erinnerte (Emil aus Lönneberga (bei uns heisst er Michel) fusste wohl z.T. auf den Erfahrungen aus ihrer Kindheit in Vimmerby).
Karin lag wohl mit einer Lungenentzündung im Bett und bat ihre Mutter, ihr von "Pippi Langstrumpf" zu erzählen. Den Namen hat sie sich einfach ausgedacht, wie wohl desöfteren. Und ihre Mutter, gesegnet mit einer begnadeten Phantasie erzählte ihr von Pippi und ihren Erlebnissen. Zu Papier gebracht hat sie die ganzen Geschichten erst einige Jahre später. So ähnlich entstanden wohl auch viele andere von Lindgrens Geschichten: entweder indem sie ihrer Tochter von fiktiven Charakteren erzählt hat oder indem sie sich an ihre eigenen Jugend und Kindheit erinnerte (Emil aus Lönneberga (bei uns heisst er Michel) fusste wohl z.T. auf den Erfahrungen aus ihrer Kindheit in Vimmerby).
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