Samstag, 21. Februar 2015

Tag 41: Kaffeeschädling

Kaffee ist wohl das wichtigste (Grund-)nahrungsmittel in meinem Leben: ohne ihn bin ich in der früh relativ ungenießbar (v.a. auf Arbeit), ohne ihn schaffe ich es auch nicht wirklich einen ganzen Tag durchzustehen... mit ihm geht einfach alles leichter, ein Wohlfühl-Gefühl... ach, ich könnte eine Ode an "den Kaffee" als solches schreiben .....

Umso schlimmer ist das, was ich heute zufällig (beim Suchen nach einem Thema für den heutigen Eintrag) gefunden habe: es gibt einen ***-Käfer, der sich in Kaffeebohnen frisst und diese somit soweit schädigt, daß sie für die Ernte ausfallen: der sogenannten Kaffeekirschenkäfer.
Er befällt beide kommerziell angebauten Kaffeesorten (Arabica und Robusta); dabei frisst er sich Gänge in die Kaffeebohnen (auch "Kaffeekirschen" genannt) und legt dort seine Eier ab... die Larven bzw. dann "fertigen" Käfer fahren mit ihren Untaten natürlich fort....

Das "Werk" dieses Käfers sorgt nicht nur dafür, daß vielen kleinen Anbauern die Lebensgrundlage entzogen wird, wenn sie einen solchen Befall haben, sondern auch dafür, daß letzten Endes der Kaffeepreis (für mich essentiell) steigt...

Hier noch ein paar Bilder von dem Schuft:


Freitag, 20. Februar 2015

Tag 40: Grenzwerte

Ab einem IQ von 130 gilt man als hochbegabt und hat das "Recht" bei z.B. Mensa, einem "Verein" für Hochbegabte, beizutreten. Mensa ist etwas durchaus vernünftiges; bietet es entsprechenden Menschen eine Plattform, Gleichgesinnte kennenzulernen. Ohne Angst, ohne Neid, ohne Zurückhaltung.

Der Nachteil daran ist, daß es schwer ist den IQ eines Menschen zu messen. Viele Hochbegabte schneiden oft schlechter ab in den bewährten 08/15-Tests (ja, die sind alle doch irgendwo ähnlich und beschränken sich auf Zahlenfolgen, Formenerkennen und ähnlich logisches Zeug), weil sie abgelenkt sind, sich langweilen oder Inselintelligenzen haben. Anscheinend kommt die neueste Forschung auch ab von dieser Art Tests, hat allerdings auch keinen Ansatz eine alternative gültige Definition zu finden. Der Standardtest bildet wenigstens ca. 95% der Hochbegabten ab.

... was letzten Endes zur doch sehr philosophischen Frage führt: WAS ist Hochbegabung?? Und was ist jemand, der einen IQ von 129 hat? ;-)

Diese Info nur, weil ich gerade zu sehr im "Feierabendmodus" bin, um über das Thema, das ich mir eigentlich ausgedacht habe, zu recherchieren ;-) Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben: d.h. am Sonntag gibt es einen größeren, umfangreichen Artikel.... ;-)

Donnerstag, 19. Februar 2015

Tag 39: 4-Stunden-Woche

Auch das ist möglich: Input aufnehmen, um daraus einen Artikel in diesem Blog zu verfassen. Heute kam der Input von meinem Freund, und beschäftigt sich mit der 4-Stunden-Woche. Ob er mir damit sagen will, daß ich weniger arbeiten sollte? ^^ (Horrorvorstellung! ;-))

Nun aber zum Wesentlichen: es gibt eine Gruppe, die sich selbst als "Dynamite Circle" bezeichnet und sich ein paarmal im Jahr zum Erfahrungsaustausch trifft. Was verbindet die Mitglieder dieser Gruppe? Gegründet wurde sie aufgrund eines Buches von Timothy Ferriss mit dem Titel "Die Vier-Stunden-Woche". Genau dieses Konzept hat sich die Gruppe als Basis genommen: innert von 4(!) Stunden/Woche soll soviel Geld reinkommen, daß man sich die restliche Woche mit dem Angenehmen des Lebens beschäftigen kann. Was sich im ersten Moment reichlich unmachbar und verrückt anhört, ist eines zweiten Blickes wert: diejenigen, die sich hier regelmäßig treffen, haben es nämlich durchaus geschafft, das Konzept einer 4-Stunden-Woche zu leben: einer davon baut mobile Bars; d.h. er baut dieselbigen irgendwie in Ländern und der Südsee, in Asien usw. auf, bestückt sie mit Personal und reist weiter.... ein anderer ist als Rucksacktourist unterwegs und verbringt ein paar Stunden in der Woche damit, IT-Beratung zu machen. Am besten über Webkommunikation. Eine weitere ist Reisebloggerin, die mit ihrem Blog soviel Geld einnimmt, daß ihr vier Stunden pro Woche dafür ausreichen und sie Dauerurlaub machen kann...

Für Ferriss ist Arbeit v.a. das, was die anderen machen -- er hat sich z.B. einen Assistenten eingestellt, der ihm die "unangenehmen" Arbeiten abnimmt, die v.a. über die 4 Stunden/Woche hinausgehen (warum muß ich dabei an die Bedeutung von "Team" -- "toll ein anderer macht's" denken, die so mancher lebt?).

Ferriss hat inzwischen zwei weitere Bücher herausgebracht, die sehr erfolgreich sind: "Der Vier-Stunden-Koch" und "Der Vier-Stunden-Körper": Darin geht es u.a. darum, wie man sehr schnell ohne Sport abnehmen kann oder wie man mit zwei Stunden Schlaf pro Nacht auskommt... Letzteres hätte für mich dann evtl. doch wieder eine gewisse Relevanz ;-)

Als Fazit möchte ich allerdings anmerken, daß es -- falls man seinen Beruf als Hobby (also irgendwo Freizeit) ansieht -- egal ist, wieviel Stunden man in selbigen investiert....

Mittwoch, 18. Februar 2015

Tag 38: Schuppen

Gestern war mein Eintrag lang, heute ist er dafür kürzer ;-) Geschuldet hauptsächlich der Tatsache, daß ich heute zu müde bin für eine längere Recherche; nichts desto trotz fand ich das heute Gelernte sehr interessant.

Sicher ist dem einen oder anderen schon mal aufgefallen, daß Aquakulturfische so gut wie keine Schuppen mehr haben -- im Gegensatz zu Wildfischen. Dies liegt einfach daran, daß Aquakulturfische so gut wie keine Schalen- oder Krustentiere fressen; entsprechend fehlen ihnen die Rohstoffe, um Schuppen auszubilden. Das sieht natürlich bei Wildfang ganz anders aus: diese Fische ernähren sich zu auf von Schalen- oder Krustentieren.

Einen schönen Abend!

Dienstag, 17. Februar 2015

Tag 37: Die Gauß'sche Osterformel

Faschingsdienstag ... endlich! Dann hat das ganze z.T. völlig übertriebene Theater wieder ein Ende. Dieses Jahr war sie ja erstaunlich kurz, die fünfte Jahreszeit -- nächstes Jahr wird sie noch ein Stück kürzer: am 9. Februar 2016 ist der nächste Faschingsdienstag.

Daß sich dieses Datum anhand des Ostertermins und dieser wiederum irgendwie an dem Frühlingsmondes festgelegt wird, wusste ich bereits. Aber wie ist es genau? Die grobe Definition lautet seit dem Konzil von Nicäa 325 n.Chr., daß "das Osterfest wird am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond gefeiert". Als Frühlingsanfang wurde dabei  der 21. März festgelegt. Damals war der julianische Kalender durchaus noch in Gebrauch, d.h. es gab nach beiden Kalendern (gregorianisch/julisch) insgesamt 35 mögliche Ostertermine. Der früheste Termin ist der 22. März, sofern am 21. März Samstag und Vollmond ist. Der spätmöglichste Termin ist nach gregorianischen Kalender der 26. April, wobei auf dem obig erwähnten Konzil festgelegt wurde, daß als spätester Termin der 25. April (so wie er sich nach Berechnung mit der Grundlage des julianischen Kalenders ergeben würde) in Frage kommt.

Wie berechnet man das nun am besten? Natürlich bietet sich hierfür eine schöne Formel an... das dachte sich auch Gauß und so hat er 1800 folgende Formel in einem Essay veröffentlicht:

Julianischer KalenderGregorianischer Kalender
a = Jahr mod 19 
b = Jahr mod 4  
c = Jahr mod 7  
k = Jahr div 100
p = k div 3
q = k div 4
M = 15M = (15 + k − p − q) mod 30
d = (19a + M) mod 30
N = 6 N = (4 + k − q) mod 7
e = (2b + 4c + 6d + N) mod 7
Ostern = (22 + d + e)ter März
(Der 32. März ist der 1. April usf.)
(für die Nichtmathematiker: mod steht für den Rest bei einer ganzzahligen Division, div für eine ganzzahlige Division ohne Rest, d.h. die Nachkommastellen werden abgeschnitten).

Dabei bedeuten die verwendeten Variablen folgendes (X ist das Jahr für das das Osterdatum berechnet wird):
1.die SäkularzahlK(X) = X div 100
2.die säkulare MondschaltungM(K) = 15 + (3K + 3) div 4 − (8K + 13) div 25
3.die säkulare SonnenschaltungS(K) = 2 − (3K + 3) div 4
4.den MondparameterA(X) = X mod 19
5.den Keim für den ersten Vollmond im FrühlingD(A,M) = (19A + M) mod 30
6.die kalendarische KorrekturgrößeR(D,A) = (D + A div 11) div 29[13]
7.die OstergrenzeOG(D,R) = 21 + D − R
8.den ersten Sonntag im MärzSZ(X,S) = 7 − (X + X div 4 + S) mod 7
9.die Entfernung des Ostersonntags von der Ostergrenze
(Osterentfernung in Tagen)
OE(OG,SZ) = 7 − (OG − SZ) mod 7
10.das Datum des Ostersonntags als Märzdatum
(32. März = 1. April usw.)
OS = OG + OE

Nicht abgebildet in dieser Berechnung ist der Fakt, daß festgelegt wurde, daß der 25. April der spätmöglichste Ostertermin ist. Dies und eine weitere minimale Änderung nach einem weiteren Beschluss der Kirche sind die einzigen Anpassungen, die es seither bei dieser Formel gab (und die ohnehin nur ganz wenige Ausnahmen betreffen).  

Um euch jetzt das Rechnen zu sparen, hier mal die Ergebnisse für die nächsten Ostertermine: 

2016     27. März;
2017     16. April;
2018       1. April; 
2019     21. April;
2020     12. April.

Daraus lassen sich viele weitere Feiertage und sonstige Termine im Jahresablauf festlegen (Aschermittwoch, Christi Himmelfahrt, Pfingsten). Aschermittwoch findet 46 Tage zuvor statt (40 Tage Fastenzeit plus 6 Sonntage, an denen nicht gefastet wird), Christi Himmelfahrt 39 Tage nach dem Ostersonntag und Pfingsten 49 Tage danach. Hier noch für die, die sich weniger für den christlichen Kalender interessieren, aber mehr für Fasching (damit begann dieser Eintrag ja auch), hier noch die nächsten Termine für den Faschingsdienstag:

2016        9. Februar;
2017      28. Februar;
2018      13. Februar; 
2019        5. März;
2020      25. Februar.

Nun denne: Alaaf und Helau... morgen ist wieder Ruhe ;-)

Montag, 16. Februar 2015

Tag 36: Stein, Schere, Papier

Heute hab ich nichts besonderes gelernt, bin zu sehr mit einer gewissen anderen Sache beschäftigt :-) Deshalb muß ein Artikel, den ich in einer (nicht gerade für gute Recherche bekannten) Zeitung beim Bäcker in der Arbeit gesehen habe, für den heutigen Eintrag herhalten. In der Hoffnung, daß die Fakten dort zumindest zu 80% stimmig sind, präsentiere ich hiermit also Wissen, daß die Welt wirklich nicht braucht:

Wer kennt es nicht? Zwei oder mehrere Personen wollen eine Entscheidung treffen, die zwar nicht extrem wichtig aber dennoch notwendig ist: z.B. wer bringt heut den Müll raus? Wer entscheidet, welchen Film wir anschauen im Kino? Wer zahlt den nächsten Kaffee? Um nicht sinnlose Diskussionen zu starten, ist es nicht unüblich solch eine Entscheidung über das allseits bekannte "Stein, Schere, Papier" zu treffen. Man denkt, daß diese Art der Entscheidungsfindung rein dem Zufall überlassen ist und somit fair. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein: chinesische Forscher haben nun wohl herausgefunden, daß die Psyche den Ausschlag gibt über Sieg oder Niederlage. Scheinbar neigen "Verlierer" dazu bei einem eventuellen zweiten Durchgang ein anderes Symbol zu wählen, während "Sieger" bei ihrem zunächst gewählten bleiben (einmal Stein, immer Stein). Man sollte also, wenn man gewinnen will und eigentlich eher nicht den "Siegertypen" angehört, in einem zweiten Durchgang ein zum ersten Durchgang divergentes Symbol wählen, weil davon auszugehen ist, daß der Spielpartner (sofern dieser ein "Siegertyp" ist) im zweiten Durchgang bei seinem Symbol bleiben wird.

Irgendwie haben manche Wissenschaftler zu viel Zeit ;-) und ich werde auch denke ich weiterhin genauso spielen wie bisher ;-)

Sonntag, 15. Februar 2015

Tag 35: Nachtrag zum Valentinstag 2015....

Heute beschäftigt mich das Thema "Verliebtsein": ob es am gestrigen Valentinstag liegt? 
Jedenfalls wollte ich nachlesen, was denn chemisch so genau passiert, wenn man sich verliebt. Wobei "verliebt" erstmal klarer definiert werden müsste. Dieser Zustand beschreibt die Tatsache, daß man intensive Gefühle für einen anderen Menschen hat, die weit über Freundschaft hinausgehen. Die aber auch noch nichts mit Liebe zu tun haben. Verliebtheit kann sich wieder legen: schneller bei einer "harmlosen" Schwärmerei, langsamer bei Limerenz (die Wissenschaftler sehen Limerenz als die Zwischenstufe zwischen Verliebtheit und Liebe; quasi eine intensive Verliebtheit); muß sie aber nicht -- sie kann auch nach einem Zeitraum von ca. 6-12 Monaten in Liebe übergehen.

Nun was passiert chemisch?
Nachgewiesen wurden Veränderungen im Hormonhaushalt bei Verliebten bei folgenden Neurotransmittern und Neurohormonen: Dopamin (wird vermehrt ausgeschüttet und bewirkt das bekannte Glücksgefühl bei Verliebten), Serotonin (Serotonin ist der "Glücksbotenstoff", der aber interessanterweise vermindert ausgeschüttet wird. Die Erklärung dafür ist noch nicht ganz klar, es wird aber vermutet daß die mit der Verliebtheit einhergehende Fixierung auf eine Person ähnlich wirkt wie die Fixierungen bei einer Neurose -- und bei eben jener wird ebenfalls weniger Serotonin ausgeschüttet), Neurotrophin (Botenstoffe, die für Verbindungen zwischen Nervenzellen zuständig sind. Die Wissenschaft vermutet, daß sie für die typische Euphoriebildung am Anfang einer Verliebtheit verantwortlich sind), Oxytocin (das sogenannte "Schmusehormon" wird mehr ausgeschüttet - eigentlich selbsterklärend) und Testosteron (sinkt bei Männern, steigt bei Frauen (interessant), warum weiß man nicht genau, vermutet daß es um einen angeglichenen, harmonischen Hormonspiegel während der Verliebtheit geht). 

Na dann.... ;-)